EPS in DXF umwandeln

Mittwoch, Mai 24, 2017 by crypti

Nachdem der Cutworks-Webshop inzwischen auch Kunststoff-Teile im Sortiment hat und nach Aussage unseres Kunststoff-Partners ein Großteil der Kunden mit EPS-Dateien arbeitet, habe ich mich mal im Netz umgeschaut, wie man ein EPS in ein DXF umwandeln kann, ohne das über einen Cloud-Service oder teure Zusatz-Software abbilden zu können.

Nach ziemlich langem Suchen bin ich auf ein Linux-Forum gestoßen, bei dem der entsprechende Blogger eine Umwandlung mit Hilfe von pstoedit durchführt.

WOW - ein Gratis-Tool auf der Linux-Kommandozeile, dass genau die Dinge macht die ich brauche - ich bin begeistert. Nachdem ich dann endlich wusste, wie das Tool heisst, konnte ich auf der sourceforge-Seite sogar eine Windows-Version herunterladen und installieren.

Die ersten Tests zeigten zwar, dass zwingend eine Installation von Ghostscript notwendig ist (die 32bit-Version - egal, ob pstoedit 64 oder 32 bit ist). Nach der Installation konnte ich mit dem folgenden Befehl eine EPS erfolgreich in eine DXF umwandeln:

pstoedit.exe -dt -f dxf:-polyaslines <Quelldatei>.eps <Zieldatei>.dxf 

Optional kann man mit -mm das Modell als mm umwandeln, standardmäßig wird sonst inch benutzt!

Das ganze lässt sich ziemlich leicht als Java-Service im Backend über ProcessBuilder bzw. Runtime.exec() aufrufen, so dass man schwupp die wupp - in kürzester Zeit auch EPS-Dateien lesen kann.

Nachtrag 25.05.2017:

Bei der Integration in Java führte die Ausführung von pstoedit immer dazu, dass nur der DXF-Header erzeugt wurde, nach dem Header brach die Generierung ab. Hintergrund ist, dass bei Aufruf von gswin32c in das Standard-Temp-Verzeichnis (C:\Users\%userName%\Appdata\LocalLow\Temp\2) geschrieben wird, welches als System-Account wohl nicht zur Verfügung steht. Daher führt der Ghostscript-Aufruf wohl zu einer leeren Datei.
Zur Behebung des Problems muss man den Tomcat-Dienst dann einfach als priviligierter Nutzer (z.B. Administrator) ausführen, anschließend funktioniert die Umwandlung ohne Probleme.

Tablespaces in Oracle anlegen

Freitag, Oktober 28, 2016 by crypti

Obwohl das zum “Standard-Reportoire” eines Datenbank-Admins gehört, vergesse ich laufend die Standard-Optionen beim Anlegen von Tablespaces. Weil ich das doch mal ab und zu brauche, hier ein paar kurze Befehlszeilen zum Anlegen von Tablespaces.

Normalen Tablespace anlegen

create tablespace <tablespace_name> 
   datafile '<location>' 
   size <ts_size> 
   autoextend on 
   next <increaseSize>
   maxsize unlimited
   extent management local

Temporären Tablespace anlegen

create temporary tablespace <tablespace_name>
  tempfile '<location>'
  size <ts_size>
  autoextend on
  next <increaseSize>
  maxsize unlimited
  extent management local

Bilder für 18bit in Gimp optimieren

Montag, Juni 10, 2013 by crypti

Verschiedene LCD-Panels, speziell im Automobil-Bereich können nicht den vollen Farbbereich von 24bit darstellen, sondern haben einen reduzierten Farbbereich von 18bit. In der Regel können 24bit-Bilder zwar auf den 18bit-Displays angezeigt werden, jedoch kann es dann, speziell bei Farbverläufen zu unschönen Moiree-Effekten kommen.
Daher sollte man die Bilder entsprechend auf die Farbtiefe von 18bit optimieren.
Als Basis dient ein Verlauf in 800×480.

testverlauf.png

Dieses wird in Gimp geöffnet.
Um die Farbtiefe zu reduzieren, wird das Bild in seine einzelnen Farbkomponenten zerlegt. Das geschieht durch:

Farben -> Komponenten -> Zerlegen
komponenten_zerlegen.png

Im Nachfolgenden Dialog zerlegen wir das Bild in Einzelbilder, indem wir den Haken In Ebenen zerlegen abwählen.
Als Farbmodus wählen wir RGB.
komponenten_zerlegen2.png

Es öffnen sich nun drei Fenster, die die entsprechenden Farbanteile darstellen. Diese werden als Verlauf angezeigt. Weiß kennzeichnet dabei eine starke Intensität der Farbe, währenddessen schwarz einen Bereich kennzeichnet, in dem die Farbe nicht vorkommt. Alle Graustufen dazwischen sind entsprechende Abstufungen.
farben_zerlegt.png

Die Bilder sind entsprechend mit 256 Graustufen also mit 8bit erstellt. Um die Farbtiefe des gesamten Bildes auf 18bit zu reduzieren, wird deshalb jede Farbe entsprechend auf 6bit reduziert.
Das erfolgt durch Indizierung. Für jedes Bild wird daher folgender Menüpunkt aktiviert:

Bild -> Modus -> Indiziert

bildmodus-indiziert.png

Im nachfolgenden Dialog wird eine optimale Palette mit 64 Farben erzeugt.

indizierung_einstellen.png

Dieses Vorgehen wird für alle drei Komponenten gemacht. Anschließend wird der Modus der indizierten Bilder wieder auf “Graustufen” umgestellt und mit Farben -> Komponenten -> Wieder zusammenfügen das ursprüngliche Bild aktualisiert. Dieses kann nun gespeichert werden und liegt dann als 18bit-Bild vor.